Versailles (2008)
102 minuten

Versailles
Versailles
Drama
Kinostart: 19.05.2008 (Weltpremiere)
Regie: Pierre Schöller
Darsteller: Guillaume Depardieu, Max Baissette de Malglaive, Judith Chemla, Aure Atika, Patrick Descamps, Brigitte Sy, Elya Birman, Franc Bruneau, Alice Butaud, Jean-Pierre Cerra, Paule Danet, Frédéric Dimnet, Arnaud Duléry, Philippe Dupagne, Norbert Ferrer
Drehort: Frankreich

Inhaltsangabe - Versailles

Paris: Eine junge Mutter und ihr Kind leben auf der Straße. Nina (Judith Chemla) ist ohne Arbeit, Enzo (Max Baissette de Malglaive) fünf Jahre alt. Ihr Herumirren führt sie nach Versailles. Im Wald in der Nähe des berühmten Schlosses lebt ein Mann, Damien (Guillaume Depardieu), in einem Häuschen, abgeschieden von der restlichen Welt. Nina verbringt eine Nacht mit ihm, am nächsten Morgen ist sie verschwunden, ohne Enzo mit sich genommen zu haben. Als Damien aufwacht, entdeckt er das Kind.

Videos - Trailers

Rezensionen - Versailles

  • ndr.de
    Pierre Schoeller setzt in seinem Film auf bewusste Kontraste. Der Regisseur und sein Kameramann Julien Hirsch finden immer wieder überzeugende Bilder, in denen sich zwei ferne Welten begegnen. [mehr..]
    Veröffentlicht: 26.05.2010
  • critic.de
    Der Titel Versailles schürt Erwartungen an ein Historiendrama, eine Kostümorgie, opulentes, üppiges Kino. Wie wenig barock Versailles tatsächlich ist, lässt sich am ausgemergelten Gesicht von Guillaume Depardieu ablesen. Der 2008 verstorbene Sohn des Schauspielvulkans Gérard Depardieu widmete sich im Gegensatz zu seinem Vater meist asketischen Rollen und bewegte sich in der Haut von Außenseitern. So auch in Versailles.

    Depardieu lebt als der verwilderte Aussteiger Damien in einer Holzhütte im Wald nahe dem Schloss von Versailles. Die obdachlose Nina (Judith Chemla) und ihr 5-jähriger Sohn Enzo (Max Baissette de Malglaive), die in Paris auf der Straße leben, verirren sich auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch in Versailles und begegnen Damien. Nach einer leidenschaftlichen Liebesnacht verlässt Nina Damien und ihren Sohn heimlich, um auf eigene Faust ein würdigeres Leben aufzubauen. Damien und Enzo sind in der Folge gezwungen, sich anzunähern. Der ruppige, gesellschaftsscheue Damien beginnt, in eine Vaterrolle hinein zu wachsen.
    [mehr..]
    Veröffentlicht: 21.05.2010
  • Filmstarts
    Heute ist das Prunkschloss von Versailles mit seinen prächtigen Gärten vor allem eine Touristenattraktion. Tausende werden hier Woche für Woche durchgeschleust und können sich am Glanz des Absolutismus erfreuen. Frankreich ist eben nicht nur die Nation der großen Revolution von 1789, es ist auch ein Land, in dem aristokratische und monarchische Ideen wie Strukturen zumindest unterschwellig immer noch eine gewaltige Bedeutung haben. Als Disney-Land der Monarchie hat Versailles dabei etwas fast schon Irreales. Genau darauf spielt der französische Drehbuchautor und Regisseur Pierre Schoeller mit dem letztlich fast absurden Titel seines Kinodebüts an. Dass er sein märchenhaftes und zugleich so dezidiert sozialrealistisches Drama um einen Aussteiger, eine Obdachlose und ihren fünfjährigen Sohn „Versailles" genannt hat, ist dabei mehr als nur eine Provokation. Schon mit dieser Entscheidung verweist er auf den Riss, der durch die französische Gesellschaft geht und den kein noch so perfekter Garten und kein noch so perfekt präsentiertes Baudenkmal kitten können. [mehr..]
    6 / 10
    Veröffentlicht: 00.00.0000
  • KultHit
    Dieser Film ist irgendwie ein merkwürdiges Gebilde. Einerseits erinnert er mit der wackeligen Handkamera, dem Einsatz von natürlicher Beleuchtung an ebenso natürlichen Schauplätzen vor allem im ersten Teil entfernt an die stilistischen Vorgaben von Dogma-Filmen. Andererseits spielt die Kamera so technikverliebt mit ihren Möglichkeiten und ist die Nachbearbeitung am Computer derart deutlich sichtbar, dass der Film eher artifiziell als naturbelassen wirkt. Und was schon gar nicht Dogma ist: Immer wenn es brenzlig wird, schleicht sich von hinten ein Piano an und quengelt: „Drama, Baby!“ Das nervt. Es nerven – außer dem grandiosen Hauptdarstellter Guillaume Dépardieu („Stella“) – auch die Schauspieler, allesamt keine Hochkaräter, sondern Fernseh-Durchschnitt, was wohl auch am Budget gelegen haben mag: Pierre Schoeller ist als Filmregisseur Debütant, war zuvor als Drebuchautor, Dialogschreiber und Toningenieur tätig. Und es nervt der kleine Junge, der den 5jährigen Tramp wider Willen, Enzo, spielt: Max Baissette de Malglaive heißt der Knabe. Auf schmutzig und zerlumpt geschminkt und gestylt, reißt das blonde Kerlchen permanent pathetisch die braunen Augen auf und wirkt wie eine Mischung aus „The Kid“ von und mit Charlie Chaplin und einem untoten Kind aus einem Mystery-Thriller. Da hätte der Regisseur behutsam gegensteuern müssen. So wirkt der Kinderschauspieler wie vorgeführt. [mehr..]
    6 / 10
    Veröffentlicht: 00.00.0000
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