Freistatt (2015)
104 minuten

Freistatt
Freistatt
Drama
Kinostart: 22.01.2015 (Weltpremiere)
Regie: Marc Brummund
Drehbuch: Nicole Armbruster, Marc Brummund
Darsteller: Louis Hofmann, Alexander Held, Stephan Grossmann, Katharina Lorenz, Max Riemelt, Uwe Bohm, Enno Trebs, Langston Uibel, Anna Bullard, Justus Rosenkranz, Ole Joensson, Megan Gay, Anouk Bödeker, Leonard Boes, Franz Anton Kroß
Drehort: Deutschland

Inhaltsangabe - Freistatt

Sommer 1968 Der Wind der Veränderung ist in den norddeutschen Kleinstädten allerhöchstens als Brise zu spüren Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater Als er von seiner Familie in die abgelegene kirchliche Fürsorgenanstalt "Freistatt" abgeschoben wird, findet er sich in einer Welt wieder, der er nur mit noch unbändigerem Freiheitsdrang begegnen kann.

Videos - Trailers

Rezensionen - Freistatt

  • Echo
    Dieses Jugenddrama geht unter die Haut, wie schon lange kein deutscher Film mehr: Regisseur Marc Brummund erzählt vom Alltag in der autoritär geführten Anstalt für vermeintlich schwer erziehbare Jugendliche. [mehr..]
    Veröffentlicht: 13.08.2015
  • SpielFilm
    "Wenn du nicht brav bis, kommst du ins Heim!". Diese Drohung, die viele Kinder in den 1950er und 1960er Jahren zu hören bekamen, war nicht aus der Luft gegriffen: Etwa eine halbe Million Heranwachsender wurden im Laufe dieser beiden Jahrzehnte in staatlichen und kirchlichen Erziehungsheimen misshandelt und als Arbeitskräfte ausgebeutet. Die evangelische Anstalt "Freistatt" in Niedersachsen galt bis in die 1970er Jahre als eine der härtesten Einrichtungen. Wer hierher kam, musste quasi als Zwa. [mehr..]
    8 / 10
    Veröffentlicht: 22.06.2015
  • Filmstarts
    In den 50er und 60er Jahren wurden in rund 3.000 staatlichen oder konfessionellen Heimen in der noch jungen Bundesrepublik Hunderttausende Kinder und Jugendliche „erzogen“: Der überwunden geglaubte Faschismus fand seine Fortsetzung hinter den Ma... [mehr..]
    6 / 10
    Veröffentlicht: 18.06.2015
  • critic.de
    Inmitten unwirtlicher Moorlandschaften zeichnet Freistatt das Leiden ehemaliger deutscher Heimkinder in den 1960er Jahren als systematisches Unrecht, das scheinbar aus sich selbst heraus geschieht.
    Das Moor und der Tod stehen seit langer Zeit in einer innigen Beziehung: Oft wenn im Norden Deutschlands ein Problem aus der Welt geschafft werden musste, wurde das Moor zum Ort des letzten Richterspruchs. Moorleichen aus dem Mittelalter, mit eingeschlagenen Schädeln oder zerfetzten Gliedmaßen, zeugen davon, und auch heute noch müssen Häftlinge bisweilen Torf stechen – als wäre diese Landschaft ein ganz natürlicher Ort der Buße. Auch Marc Brummunds Freistatt macht das Moor zu einem Ort, an dem Entscheidungen fallen. Wir schreiben den Sommer 1968. In der wohlstandsbeduselten BRD entsteht zum ersten Mal seit dem Krieg so etwas wie eine gelebte Jugend, aber auch die familiären und sozialen Wunden sind noch überall spürbar. Und wer diese heile, bürgerliche Welt der goldenen Sechziger herausfordert, landet schnell im Erziehungsheim: Freistatt. Ein abgelegenes Gut irgendwo in einem Moor in Norddeutschland. Hier kommt der 14-jährige Wolfgang (Louis Hoffmann) eines Hochsommertags an. Sein Stiefvater will ihn nicht, seine Mutter hegt inzestuöse Gefühle für ihn und gefährdet so die familiäre Sittlichkeit. Wolfgang muss weg, irgendwohin. Also wird er nach Freistatt gebracht, wo er von nun an mit anderen Outlaws und Ungewollten zusammen Torf stechen wird.
    [mehr..]
    Veröffentlicht: 27.05.2015
  • Filmrezension.de
    1968. Kurt Georg Kiesinger ist noch Bundeskanzler, wie man im Film Wahlplakaten für Willy Brandt entnehmen kann. Es ist die Zeit der Studentenunruhen. Die Jugend protestiert gegen die NS-Vergangenheit der Eltern. In "Freistatt", dem Spielfilmdebüt von Regisseur Marc Brummund, merkt der Zuschauer davon nichts. Das Politische bleibt hier im Hintergrund und bestimmt doch die Geschichte, die "Freistatt" erzählt. Der 14-jährige Wolfgang (Louis Hofmann, er spielte die Titelfigur in "Tom Sawyer" 2011) lebt nahe Osnabrück bei der Mutter und dem Stiefvater, mit dem er sich ständig anlegt. Bis dem Mann, den der Zuschauer als herrschsüchtig erlebt, die Renitenz des Heranwachsenden zu viel wird: Wolfgang muss in ein Heim, die Diakonie Freistatt. In dem mitten im Moor bei Diepholz fernab der Zivilisation gelegenen kirchlichen Erziehungscamp macht Wolfgang die Hölle durch. Das Jugenddrama basiert auf wahren Ereignissen. [mehr..]
    6 / 10
    Veröffentlicht: 25.05.2015
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